Abteilungsergebnisse im Hotel (2) – oder alles in einen Topf ?

Eine Frage ergibt die andere, beim Thema Abteilungsergebnisse im Hotel, bzw. beim Thema Profit- und Cost-Center im Hotel. In meinem Blog-Post letzte Woche ging es bereits um die Fragen: Wann machen Profit- und Cost Center Sinn? Bzw. Gibt es dabei Grundsätzliches zu beachten ?

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Aber es drängen sich weitere Fragen zu dem Thema auf:

  • Lohnt sich der Aufwand einer Umstellung der Finanzbuchhaltung?
  • Was bringt´s?
  • Und ist es eigentlich wirklich ein Mehraufwand?

Lohnt sich der Aufwand einer Umstellung der Finanzbuchhaltung auf Profit- und Cost-Center?

Meine ehrliche Meinung: Ja, es ist erstmal ein Aufwand! Und ja, es lohnt sich!

Natürlich ist es Arbeit, in Ihrer Finanzbuchhaltung die Basis für eine Abrechnung nach STAHR mit Profit- und Cost Center zu schaffen. Man muss sich gezielt überlegen, wie hoch der Detaillierungsgrad denn sein soll. Was will ich in meinen Auswertungen sehen ? In welchen Abteilungen will ich ein Abteilungsergebnis, und welche Erlöse kann ich eventuell der Abteilung „Andere operative Abteilungen“ zuordnen, aufgrund des geringen Anteils am Gesamt-Umsatz, oder weil es keine direkt zuordenbaren Kosten gibt, wie bereits Prof. Heinz Huber in seinem Buch STAHR Standard der Abrechnung für Hotels und Restaurants vorschlägt.

Eine kleine Erleichterung wäre, wenn Ihre Finanzbuchhaltungs-Software, oder die Ihres Steuerberaters mit einem Kostenstellenmodul ausgestattet ist. Dies hält den Kontenplan straff und erleichtert den Aufbau einer KER nach Abteilungen. Aber auch ohne Kostenstellenmodul ist es möglich aus Ihrer Finanzbuchhaltung Abteilungsergebnisse abzuleiten. Aber auch das erfordert Arbeit.

Sind diese Basisarbeiten aber erledigt, alle Konten aus Ihrer Finanzbuchhaltung den richtigen Kostenstellen oder Profit- und Cost-Centern zugeordnet, kann´s auch schon losgehen !

Was bringt´s ?

Die Basisarbeiten sind erledigt, die Struktur steht, die Planung oder Budgetierung ist ebenfalls getan ? Jetzt steht Ihren aussagekräftigen Auswertungen nichts mehr im Wege. Sie erhalten nun aus Ihrer Finanzbuchhaltung sozusagen eine kurzfristige Erfolgsrechnung für jede Abteilung, die Sie angelegt haben. Ein eigenes Ergebnis nur für die Abteilung Beherbergung, ein Abteilungsergebnis für die Abteilung Verpflegung, welches Sie noch einmal auf eventuelle F&B Outlets herunterbrechen können. Ihr(e) Spa-Leiter(in) bekommt die Auswertung Ihres Abteilungsergebnisses auf Monatsbasis. Immer transparent, leicht lesbar und somit gerade für Mitarbeiter mit Abteilungsverantwortung als Werkzeug zum Steuern und Lenken sofort einsetzbar.

Die „High-End“-Ausführung Ihrer Auswertungen zeigt dann sogar noch das Budget im Vergleich zu den Ist-Ergebnissen und vergleicht diese auch noch mit den Vorjahres-Ergebnissen. In manchen Finanzbuchhaltungsprogrammen ist es möglich, die Budget-Daten einzugeben. Wenn nicht, bietet stahr.net oder auch IGEL Controlling die Möglichkeit Ihre Ist-Daten auf Knopfdruck einzupielen und mit den geplanten Werten und den Vorjahreswerten  in den einzelnen Abteilungen zu vergleichen.

Und ist es eigentlich wirklich ein Mehraufwand ?

Nein, wenn die Basis-Arbeiten einmal erledigt sind funktioniert Ihre Finanzbuchhaltung weiterhin wie jede andere. Ob beim Buchen eines Beleges nun eine Kostenstelle drangehängt wird oder nicht, spielt beim Zeitaufwand keine Rolle. Das heisst, wenn das System steht, ist der administrative Aufwand der gleiche, ob mit oder ohne Profit- und Cost-Center. Nur das Ergebnis ist mit Profit- und Cost-Center aussagekräftiger !

18. Oktober | 0 Kommentare